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Was Nouruz bedeutet
Wörtlich übersetzt heißt Nouruz ‚Neuer Tag‘ (nou oder nau: neu, Ruz: Tag).
Das Nouruz-Fest
Nouruz ist der Name des Neujahrs- und Frühlingsfestes, das in Mitte März vor allem im iranischen Kulturraum gefeiert wird. Dieses Jahr 2023 wurde es weltweit am 21. März gefeiert. Es entspricht dem bei uns mit Silvester gefeiertem Jahresanfang. Die Zählung des neuen Jahres richtet sich im Iran nach dem Sonnenkalender. Das neue Jahr nach iranischer Zeitrechnung ist das Jahr 1402 und begann in Deutschland 2023 mit der Frühlings- und Nacht-Gleiche am 21. März und daher zusammen mit dem astrologischen Tierkreiszeichen Widder. Die Festlichkeiten erstreckten sich insgesamt über 13 Tage.
Seit dem 10. Mai 2010 ist Nouruz auf Beschluss der 64. Generalversammlung der Vereinten Nationen als Internationaler Nouruz-Tag anerkannt. Die Generalversammlung stellte in ihrer Erklärung fest, dass „Nouruz ein Frühlingsfest ist, das von mehr als 300 Mio. Menschen seit mehr als 3000 Jahren auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten gefeiert wird“. Am 30. September 2009 hatte die UNESCO den Nouruz-Tag in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.
Haft Sin
Wichtigster Bestandteil des Neujahrsfestes ist die Zubereitung des Haft Sin (der „Sieben S“), dessen Bestandteile unbedingt mit den Anfangsbuchstaben des persischen „S“ beginnen müssen, welche sind:
und des aus sieben Früchten bestehenden Neujahrsgetränks Haft Mewa.
Es werden sieben Speisen zubereitet, die möglichst mit dem Buchstaben „S“ beginnen sollten und die sieben Tugenden des Zoroastrismus symbolisieren. Diese werden zusammen mit Smanak (Keimlinge aus sieben Getreidesorten), einem Spiegel, einer Kerze und einem heiligen oder wichtigen Buch (dem Koran bei Muslimen, der Bibel bei den Christen, der Avetsa oder einem Bild Zarathustras bei Zoroastriern oder einem Gedichtsbuch) auf einem festlich geschmückten Tisch gedeckt.
Die "Nacht der Geburt" ist eines der vier großen altpersischen Feste, das im iranischen Kulturkreis und in Zentralasien eine hohe Bedeutung hat. Es findet auch 2023 statt in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember, in Schaltjahren eine Nacht davor.
Es ist die längste Nacht des Jahres, die Nacht der Wintersonnenwende . Ab jetzt werden die Nächte wieder kürzer, die Tage länger.
Es wird die "Geburt des Lichtes" gefeiert, der Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Man freut sich, dass "das Licht neu geboren wird" und ab jetzt die Macht über die Dunkelheit gewinnt. Man isst traditionell vor allem Granatäpfel, Melone, rote Trauben oder Backäpfel... das viele Rot der Früchte symbolisiert die Morgenröte des aufgehenden Lichts.
Mit Freunden und Verwandten sitzt man auch oft um ein Feuer, das dabei für Licht und Hoffnung steht, und feiert durch die Nacht, es wird dabei oft aus den Gedichten des persischen Dichters Hafez vorgelesen.
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